FAQ

Hier finden Sie die Antworten zu einigen häufig gestellten Fragen.
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Was kann mit dem ISOTEST act geprüft werden?

Die ELMED ISOTEST act Prüfgeräte sind kompakte All-in-One-Ausführungen
(Steuerung und Hochspannungserzeugung in einem Kompaktgehäuse) zur zerstörungsfreien Prüfung auf Porenfreiheit mittels Hochspannungsprüfung.

Mit der Hochspannungsprüfung können selbst kleinste Fehlstellen sicher erkannt werden. Bei den Fehlstellen kann es sich um Poren, Risse oder Schwachstellen handeln.

Die Prüfspannung ist individuell unter Berücksichtigung der Beschichtungsstärke und des zu prüfenden Materials sowie einschlägiger Normen und Hersteller-Spezifikationen zu wählen.

Zur Erfüllung der unterschiedlichen Normen und Hersteller-Spezifikationen stehen Prüfanlagen sowohl mit Impulsspannung als auch mit Gleichspannung zur Verfügung.

Folgende Prüfungen sind möglich:

  • Erkennung von Fehlstellen in elektrisch nicht – oder schwach leitfähigen – Beschichtungen auf elektrisch leitfähigen Trägerstoffen.
    Eine typische Anwendung ist die Prüfung von Werksbeschichtungen auf Stahlrohren.
  • Erkennung von Fehlstellen / Porosität in elektrisch nicht leitfähigen Materialien.
    Typische Anwendungen sind die Prüfung von Folienbahnen oder Platten sowie die Prüfung von Kunststoff- Schläuchen und Rohren.

Ist das ISOTEST act Porenprüfgerät für Dauerbetrieb ausgelegt?

Durch die ausgereifte und robuste Konstruktion sind ELMED ISOTEST act Prüfgeräte für den Dauerbetrieb ausgelegt.

Wie erfolgt die fachgerechte Erdung?

Abhängig von der vorliegenden Prüfaufgabe können folgende Erdungsverfahren angewandt werden.

1. Direkte Erdung

Die direkte Erdung ist grundsätzlich bei der Hochspannungsprüfung mit Gleichspannung anzuwenden.

Zur Erdung werden in der Regel Bürstenelektroden mit einem elektrisch gut leitenden und ausreichend langen Drahtbesatz eingesetzt (Erdungselektroden).

Typische Erdungelektroden:
Flach- / Streifenbürsten mit einem Besatz aus Messing oder VA.

Die Erdungs-Elektroden müssen während der kompletten Hochspannungsprüfung einen niederohmigen Kontakt zu einer metallisch blanken Stelle des Prüfobjektes aufweisen.

2. Sonderformen der direkten Erdung
2.1 Prüfung von Folienbahnen oder Platten aus nicht leitendem Material

Die nachfolgend beschriebene Art der Erdung kann sowohl bei der Hochspannungsprüfung mit Gleichspannung als auch mit Impulsspannung angewandt werden.

Bei der Prüfung von Folienbahnen oder Platten muss unterhalb der Prüfelektrode(n) ein gut leitfähiger und niederohmig geerdeter Gleittisch errichtet werden (Erdungs-Elektrode). Die Fläche des Gleittisches muß immer größer sein als die Auflagefläche der Prüfelektrode(n) um sicherzustellen, dass der Hochspannungsfunke im Falle einer Pore (Spannungsdurchschlag) von der Erdungselektrode erfasst wird.

2.2 Prüfung von Kunststoff- Schläuchen und Rohren

Die nachfolgend beschriebene Art der Erdung kann sowohl bei der Hochspannungsprüfung mit Gleichspannung als auch mit Impulsspannung angewandt werden.

Für die Prüfung von Kunststoffschläuchen und Rohren müssen diese über ein gut leitfähiges und niederohmig geerdetes Rundmaterial (Erdungselektrode) gezogen werden.

Im Bereich der Prüfelektrode ist der Luftspalt zwischen dem Inneren des Prüfobjektes und dem Rundmaterial so gering wie möglich zu halten. Das Rundmaterial muss sich unter der gesamten Auflagefläche der Prüfelektrode befinden.

3. Kapazitive Erdung

Diese Art der Erdung kann nur bei der Hochspannungsprüfung mit Impulsspannung angewandt werden.

Bei der kapazitiven Erdung entfällt die direkte Erdung des Prüfobjektes. Es wird keine metallische Verbindung zwischen Erdungs-Elektrode und Prüfobjekt benötigt.

Typische Anwendungsfälle der kapazitiven Erdung:

  • Prüfung der Werksumhüllung von Stahlrohren
  • Prüfung von vollständig beschichteten Prüfobjekten

3.1 Praktische Ausführung der kapazitiven Erdung bei beschichteten Stahlrohren

Sowohl vor als auch  hinter  den Prüfelektroden der Hochspannungsprüfeinrichtung werden Bürstenelektroden in Form von Flach- / Streifenbürsten mit einem Besatz aus Messing oder VA unterhalb des Rohres montiert (Erdungselektroden).
Die Anzahl der zu montierenden Erdungs-Elektroden (vor und hinter der Hochspannungsprüfeinrichtung) und damit ihre Auflagefläche auf der Beschichtung des Rohres stehen in direkter Abhängigkeit zu den eingesetzten Prüfelektroden.
Das Verhältnis der Auflagefläche der Erdungs-Elektroden zur Auflagefläche der Prüfelektroden muss mindestens 10:1 betragen.
Die Erdungs-Elektroden werden in der Regel zu Paketen zusammengefasst (3-5 Stück) und zwischen den Rollen des Rollengangs in der Höhe einstellbar montiert.
Im Gegensatz zur Prüfelektrode muss das Besatzmaterial der Erdungs-Elektroden deutlich auf der Beschichtung des Rohres aufliegen.

Welche Arbeitssicherheit bietet das ISOTEST act Porenprüfgerät?

Alle ISOTEST act Prüfgeräte wurden unter Berücksichtigung einer Gefährdungsanalyse und nach sorgfältiger Auswahl der einzuhaltenden harmonisierten Normen sowie weiterer technischer Spezifikationen konstruiert und gebaut. Sie erfüllen die Anforderungen an das Gerätesicherheitsgesetz und entsprechen damit dem aktuellen Stand der Technik und gewährleisten ein Höchstmaß an Sicherheit.

Alle ISOTEST act Prüfgeräte verfügen über ein CE-Zeichen.

Durch den hohen Sicherheitsstandard ist gewährleistet, dass der Anwender bestmöglich vor Beeinträchtigungen durch die Arbeit mit Hochspannung geschützt ist.

  • Bei den Prüfgeräten mit Impulsspannung liegt das Gefährdungspotential deutlich unter den zulässigen Grenzwerten nach IEC-Nr.479-1 und 479-2.
  • Bei den Prüfgeräten mit Gleichspannung wird durch das Begrenzen des Prüfstroms eine höchstmögliche Sicherheit erreicht.

Wie kann die Gerätefunktion extern überwacht werden?

Der potentialfreie, betätigte Wechslerkontakt (X6.1 und X6.2 offen; X6.2 und X6.3 verbunden) zur Geräteüberwachung zeigt an, dass das Gerät korrekt arbeitet.

Im Störungsfall- auch bei Ausfall der Netzspannung - fällt der Kontakt ab (X6.1 und X6.2 verbunden; X6.2 und X6.3 offen).

Wie können Porenmeldungen beim ISOTEST act ausgewertet werden?

Zur Auswertung der Porenanzeige können externe Melder (Hupe / Drehspiegelleuchte) direkt an die potentialbehafteten Klemmen X5.1 und X5.2  angeschlossen werden.

Der potentialfreie Wechslerkontakt (X7.1-3) der Porenanzeige wird beim Überschlag an einer Fehlstelle betätigt.

Kann das ISOTEST act Porenprüfgerät ferngesteuert werden?

Mit der Außensteuerung (Schließerkontakt X10./X10.2) kann die Prüfung z.B. bei Rohrzwischenräumen unterbrochen werden (Kontakt offen / keine Steuerspannung). Nach Freigabe wird die Hochspannung wieder aktiviert.

Wie wird das ISOTEST act Porenprüfgerät in Betrieb gesetzt?

Durch das Einschalten des Netzschalters auf der Gehäusefront auf Stellung „1“ wird der Autostart aktiviert.

Die Kontrolleuchte im Netzschalter sowie die grüne Signallampe auf der Gehäusefront leuchten.

Nach ca. 10 Sekunden ist der interne Überprüfungs- und Kalibriervorgang abgeschlossen. Im Display erscheint für ca. 2 Sekunden die Betriebsart (Master oder Slave-Einstellung) und die gelbe Signallampe leuchtet. Das Prüfgerät ist im Betrieb.

Wie ist das ISOTEST Gerät zu lagern, wenn es längere Zeit nicht benutzt wird?

Wird die Prüfanlage für einen längeren Zeitraum außer Betrieb gesetzt, sind folgende Maßnahmen zu treffen:

  • Prüfgerät(e) vom Netz trennen.
  • Prüfgerät(e) und Hochspannungsprüfeinrichtung reinigen und vor Verschmutzung schützen.
  • Zubehör wie zum Beispiel Prüf- oder Erdungs-Elektroden durch geeignete Lagerung in trockenen Räumen vor Beschädigungen schützen.

 

 

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