FAQ

Hier finden Sie die Antworten zu einigen häufig gestellten Fragen.
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Was kann mit dem ISOTEST Porenprüfgerät geprüft werden?

ELMED ISOTEST Prüfgeräte sind zur manuellen Kontrolle von nicht- oder schwach leitenden Materialien, insbesondere Isolierung entwickelt. Mit der Hochspannungsprüfung können selbst kleinste Fehlstellen sicher erkannt werden, z.B. Risse, Poren oder Schwachstellen.

Welche Arbeitsschritte sind zur Prüfung erforderlich?

Zur Prüfung werden sowohl das Prüfobjekt als auch das ISOTEST Prüfgerät geerdet. Anschließend wird das Prüfobjekt mit einer geeigneten Prüfelektrode flächendeckend und lückenlos überstrichen. Die an der Prüfelektrode anliegende Prüfspannung ist individuell unter Berücksichtigung der Beschichtungsstärke sowie einschlägiger Normen und Hersteller-Spezifikationen zu wählen. Der Nachweis einer Fehlstelle erfolgt durch den Funkenüberschlag zum leitfähigen Trägerwerkstoff und einem damit verbundenen, akustischen und optischen Signal.

Wie werden Poren angezeigt?

Der Nachweis einer Fehlstelle erfolgt durch den Funkenüberschlag zum leitfähigen Trägerwerkstoff und einem damit verbundenen akustischen und optischen Signal.

Welche Arbeitssicherheit bietet das ISOTEST?

Durch den hohen Sicherheitsstandard ist gewährleistet, dass der Prüfer bestmöglich vor Beeinträchtigungen durch die Arbeit mit Hochspannung geschützt ist. So liegt das Gefährdungspotential für die beim ISOTEST zum Einsatz kommende Impulsspannung deutlich unter den zulässigen Grenzwerten nach IEC-Nr. 479-1 und 479-2.  (S15)
Schrittmacherpatienten sich jedoch von der Anwendung des ISOTEST Prüfgerätes ausgeschlossen.

Alle ISOTEST Prüfgeräte verfügen über ein CE-Zeichen und erfüllen die Anforderungen aller relevanten Normen und Spezifikationen (DIN EN / ISO, DVGW, etc.)

Was bedeutet der Begriff „Prüfspannung“?

Die Prüfspannung ist die Höhe der Hochspannung in kV, mit der geprüft werden soll. Sie ist abhängig von der Art und der Stärke des zu prüfenden Materials.
Angaben über die Höhe der Prüfspannung sind unter anderem zu finden in:

  • DIN-Normen
  • EN-Normen
  • Arbeitsblättern der DVGW
  • Angaben der Beschichtungshersteller

Beim ISOTEST kommt die sogenannte Impulsspannung zum Einsatz.
Sie ist eine Sonderform der Gleichspannung. Uniplare Hochspannungsimpulse gewährleisten höchste Prüfsicherheit bei gleichzeitig minimaler Materialbelastung ohne statische Aufladung des Prüfobjektes.

Muss das Prüfobjekt geerdet werden?

Zur Prüfung mit Hochspannung werden sowohl das ISOTEST Prüfgerät als auch das Prüfobjekt geerdet. Unabhängig vom Erdungsverfahren müssen alle Verbindungen niederohmig ausgeführt  werden. Kontaktstellen für die Klemmzange müssen metallisch blank sein.

Wie erfolgt die fachgerechte Erdung?

Die folgenden Erdungsmöglichkeiten können je nach den individuellen Erfordernissen zum Einsatz kommen:

1. Direkte Erdung

Die direkte Erdung findet dort Anwendung, wo die Erdung an einer metallisch blanken Stelle des Prüfobjektes erfolgen kann.

Benötigtes Zubehör:

  • Standard Erdkabel (Stecker / Klemmzange) - Art. Nr.: 0174320000
  • Erdkabel 15m (Klemmzange / Klemmzange) - Art. Nr.: 0174200100

Ausführung:

  1. Den Stecker des Standard Erdkabels mit der Erdbuchse des ISOTEST Prüfgerätes verbinden. Die Klemmzange am anderen Ende des Erdkabels mit dem Prüfobjekt verbinden.
  2. Eine Klemmzange des zweiten Erdkabels (Art. Nr.: 0174200100) mit dem Prüfobjekt verbinden. Die zweite Klemmzange mit Erdpotential verbinden.
  3. ISOTEST Prüfgerät in Betrieb nehmen und die Hochspannungsprüfung durchführen.

 

alternativ

Benötigtes Zubehör:

Erdungskabel Y – Ausführung (Klemmzange - Klemmzange / Stecker) - Art. Nr.: 0174250010

Ausführung:

  1. Den Stecker des Y- Erdkabels mit der Erdbuchse des ISOTEST Prüfgerätes verbinden.
  2. Eine Klemmzange am anderen Ende des Erdkabels mit dem Prüfobjekt verbinden. Die zweite Klemmzange mit Erdpotential verbinden.
  3. ISOTEST Prüfgerät in Betrieb nehmen und die Hochspannungsprüfung durchführen.

 

alternativ

Benötigtes Zubehör:

Standard Erdkabel (Stecker / Klemmzange) - Art. Nr.: 0174320000
Erdstab mit 2m Kabel - Art. Nr.: 0174200000

Ausführung:

  1. Den Stecker des Standard Erdkabels mit der Erdbuchse des ISOTEST Prüfgerätes verbinden. Die Klemmzange am anderen Ende des Erdkabels mit dem Prüfobjekt verbinden.
  2. Die Klemmzange am Kabel des Erdstabes an einer zugänglichen Stelle mit dem Prüfobjekt verbinden.
  3. Erdstab tief ins Erdreich stecken. Bei trockenem Boden ist die Stelle kräftig zu wässern, um eine niederohmige Verbindung zu erhalten.
  4. ISOTEST Prüfgerät in Betrieb nehmen und die Hochspannungsprüfung durchführen.

 

2. Sonderformen der direkten Erdung - Prüfung von Kunststoffen

Bei der Prüfung von Kunststoffteilen steht die Überprüfung von Schweißnähten im Vordergrund. Um auch hier die Hochspannungsprüfung anwenden zu können, ist die zu prüfende Naht und/oder Fläche mit einem elektrisch leitfähigen Material (Erdelektrode) zu hinterlegen. Auf der kompletten Rückseite des zu prüfenden Bereichs ist eine Erdelektrode aufzubringen. Durch einen Funkenüberschlag zwischen der Prüfelektrode und der Erdelektrode werden Poren und Fehlstellen sicher erkannt.

Benötigtes Zubehör:

Erdungsfolie - Art. Nr.: 0174500100
Erdungskabel Y - Ausführung (Klemmzange - Klemmzange / Stecker) - Art. Nr.: 0174250010

Ausführung:

  1. Erdungsfolie in entsprechender Größe zuschneiden. Schutzfolie am Rand abziehen und eine Ecke umklappen. Den Rest der Erdungsfolie vollflächig auf die Rückseite der zu überprüfenden Naht / Fläche aufkleben und die Luftblasen ausstreichen. Schutzfolie dabei schrittweise entfernen.
  2. Den Stecker des Y-Erdkabels mit der Erdbuchse des ISOTEST Prüfgerätes verbinden.
  3. Eine Klemmzange des Erdkabels mit der umgeklappten Ecke der Erdungsfolie verbinden, die zweite Klemmzange niederohmig mit Erdpotential verbinden. Zum Erreichen einer sicheren  Zugentlastung für die Klemmzange an der umgeklappten Ecke der Erdungsfolie ist diese durch Klebestreifen (z.B. Isolierband) ausreichend zu sichern.
  4. ISOTEST Prüfgerät in Betrieb nehmen und die Hochspannungsprüfung durchführen. Nach der Prüfung ist die Erdungsfolie zu entfernen.

 

Alternativ zu der oben beschriebenen Erdungsfolie können auch leitfähige Vliese oder Erdungsmatten / Erdungsmanschetten aus leitfähigem Spezialgummi für die Prüfung von Kunststoffen eingesetzt werden.
Schweißnähte können auch durch das Einlegen eines Drahtes überprüft bzw. geerdet werden.
Für zylindrische Prüfobjekte stehen Erdungsbürsten zur Verfügung.

 

3. Indirekte Erdung über das Erdreich

Die indirekte Erdung findet dort Anwendung, wo die direkte Erdungsmöglichkeit des Prüflings weit entfernt ist (>15 m). Ein typisches Beispiel sind vollständig umhüllte Rohrstränge.

Benötigtes Zubehör:

  • Schlepperde - Art. Nr.: 0174120000
  • Erdstab mit 2m Kabel - Art. Nr.: 0174200000

Ausführung:

  1. Den Stecker der Schlepperde mit der Erdbuchse des ISOTEST Prüfgerätes verbinden. Die Schlepperde (6,5 m) in voller Länge auf dem Erdreich auflegen.
  2. Die Klemmzange am Kabel des Erdstabes an einer nicht isolierten Stelle mit dem Prüfobjekt verbinden.
  3. Erdstab tief ins Erdreich stecken. Bei trockenem Boden ist die Stelle kräftig zu wässern, um eine niederohmige Verbindung zu erhalten.
  4. ISOTEST Prüfgerät in Betrieb nehmen und die Hochspannungsprüfung durchführen.

 

Die indirekte Erdung kann nur angewandt werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • das Prüfobjekt ist geerdet
  • das Erdreich verfügt auf Grund seiner Beschaffenheit über die erforderliche Leitfähigkeit
    - gut geeignet sind alle Arten von feuchtem Erdreich
    - schlecht oder nicht geeignet sind z.B. trockener Sand, Asphalt, Gehwegplatten.

 

5. Kapazitive Erdung

Die kapazitive Erdung findet dort Anwendung, wo die direkte oder indirekte Erdung nicht angewandt werden kann.

Es handelt sich hierbei entweder um Prüfobjekte, zu deren metallischem Trägermaterial kein Zugang besteht, oder aber um allseits beschichtete Prüfobjekte.

a) Erdung von beschichteten Prüfobjekten mittels Erdungsmanschetten

Häufiger Anwendungsfall sind Rohrleitungen die nach durchgeführten Reparaturarbeiten nachumhüllt wurden und einer Hochspannungsprüfung unterzogen werden müssen. Da hier in der Regel keine Möglichkeit der direkten oder indirekten Erdung besteht, sind Erdungsmanschetten die einzige Möglichkeit einer ordnungsgemäßen und sicheren Erdung!

Benötigtes Zubehör:

  • Erdungsmanschette Typ 1 für DN 100 – 200 - Art. Nr.: 0174401020
  • Erdungsmanschette Typ 2 für DN 200 – 400 (alternativ) - Art. Nr.: 0174402040
  • Erdungsmanschette Typ 3 für DN 300 – 600 (alternativ) - Art. Nr.: 0174403060
  • Erdungsmanschette Typ 4 für DN 500 – 1000 (alternativ) - Art. Nr.: 0174450100
  • Erdstab mit 2m Kabel - Art. Nr.: 0174200000

Ausführung:

  1. Die Erdungsmanschette um das Rohr legen und mit dem Spanngurt befestigen.
  2. Erdstab tief ins Erdreich stecken. Bei trockenem Boden ist die Stelle kräftig zu wässern, um eine niederohmige Verbindung zu erhalten.
  3. Die Klemme am Kabel des Erdstabs an einem der Bolzen der Erdmanschette befestigen.
  4. Den Stecker des Standard Erdkabels mit der Erdbuchse des ISOTEST Prüfgerätes verbinden. Die Klemmzange am anderen Ende des Erdkabels mit dem zweiten Bolzen der Erdungsmanschette verbinden.
  5. ISOTEST Prüfgerät in Betrieb nehmen und die Hochspannungsprüfung durchführen.

 

b) Erdung von vollständig beschichteten Prüflingen mittels Erdungsfolie

Benötigtes Zubehör:

  • Erdungskabel Y - Ausführung (Klemmzange - Klemmzange / Stecker) - Art. Nr.: 0174250010
  • Erdungsfolie - Art. Nr.: 0174500100

Ausführung:

  1. Das Flächenverhältnis von Prüfelektrode zur Erdungsfolie ist mit kleiner 1:10 definiert; d.h. die Auflagefläche der Elektroden darf nicht größer als 1/10 der Folienfläche sein. Erdungsfolie in entsprechender Größe zuschneiden. Schutzfolie am Rand abziehen und eine Ecke umklappen. Den Rest der Erdungsfolie vollflächig aufkleben und die Luftblasen ausstreichen. Schutzfolie dabei schrittweise entfernen.
  2. Den Stecker des Y- Erdkabels mit der Erdbuchse des ISOTEST Prüfgerätes verbinden. Um ein unbeabsichtigtes Herausziehen des Steckers zu verhindern, ist die am Erdkabel befestigte Zugentlastung in den Karabinerhaken der Gerätetasche einzuhängen.
  3. Eine Klemmzange am Ende des Erdkabels wird mit der umgeklappten Ecke der Erdungsfolie verbunden, die zweite Klemmzange niederohmig mit Erdpotential. Zum Erreichen einer sicheren Zugentlastung der Klemmzange an der Erdungsfolie ist die Klemmzange durch Klebestreifen (z.B. Isolierband) ausreichend zu sichern.
  4. ISOTEST Prüfgerät in Betrieb nehmen und die Hochspannungsprüfung durchführen.
  5. Nach der Prüfung ist die Erdungsfolie zu entfernen.

Was ist eine Phantomerdung / kapazitive Erdung?

Unter Phantomerdung versteht man die Erdung vollständig beschichteter Prüfobjekte nach dem Kondensatorprinzip. Die im ISOTEST Prüfgerät angewandte Impulsspannung ermöglicht in Verbindung mit geeignetem Zubehör die Erdung des Prüfobjektes ohne metallische Verbindung.

Wie kann ich die Funktion des ISOTEST überprüfen?

Vor Prüfungsbeginn ist die Prüfelektrode bei eingeschalteter Prüfspannung gegen die Erdklemme zu halten. Bei der Annäherung an die Erdklemme muss es zu einem Funkenüberschlag kommen. Der Abstand ist abhängig von der eingestellten Höhe der Prüfspannung. Alternativ kann die Überprüfung an einer Probepore durchgeführt werden. Mit dem Funkenüberschlag muss der Signalton erfolgen und die LED in der Folienfront muss rot leuchten.

Wie ist das ISOTEST Gerät zu lagern, wenn es längere Zeit nicht benutzt wird?

Wird das Prüfgerät länger als eine Woche nicht benutzt, sind folgende Maßnahmen zu treffen:

  • Akkumulator aus dem Prüfgerät entnehmen und am Ladegerät anschließen. Durch das Anschließen des Akkumulators am Ladegerät wird eine Tiefentladung ausgeschlossen.
  • Prüfgerät und Zubehör reinigen.
  • Prüfgerät und Zubehör durch geeignete Lagerung in trockenen Räumen vor Beschädigungen schützen.

Zur Vermeidung der Kondenswasserbildung durch Taupunktunterschreitung ist auf die richtige Lagertemperatur zu achten. Lagertemperatur: -20°C bis +50°C (Wärmezeitkonstante > 10 K/h)

Können mit dem ISOTEST auch feuchte Oberflächen geprüft werden?

Die Filter-Funktion des ISOTEST ermöglicht die elektronische Anpassung an unterschiedliche kapazitive Lasten.

Die Lastbedingungen sind abhängig von:

  • Art und Stärke des zu prüfenden Materials
  • Umwelteinflüssen (z.B. Feuchtigkeit)
  • Art und Größe der Prüfelektrode

Die Prüfung ist mit Filterstufe „Standard“ (ISOTEST 4S) oder „0“ (ISOTEST inspect) zu beginnen. Ertönt nach dem Anlegen der Prüfelektrode auf dem porenfreien Material ein Dauerton, ist der Filter so zu erhöhen, dass der Dauerton aussetzt.
Sollte selbst bei maximaler Filtereinstellung der Dauerton nicht aussetzen, müssen die Lastbedingungen durch Wahl einer anderen Prüfelektrode oder durch Trocknen des Prüfobjektes geändert werden. Die Einstellung des Filters hat keinen Einfluss auf die Höhe der eingestellten Prüfspannung!

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